Personal

Ich lass mich nicht beschriften

27. November 2016

Sonntag Morgen. Über den Dächern der Stadt liegt ein grauer Schleier, während sie noch in völliger Dunkelheit schläft. Ich greife nach meinem wärmenden roten Mantel, lege den Schlüssel mit dem rosegoldenen Skyline-Anhänger in meine Tasche und taste nach dem glatten Türgriff, um die weiße Holztür leise hinter mir zu schließen.
Kalte Luft, noch unberührt und klar, streift mein Gesicht, als ich Schritt für Schritt meinen Weg durch die leeren Straßen beginne. Überall hängen bereits große rote Schleifen, weihnachtliche Lichterketten und grüne Tannenzweige. Mein Blick bleibt hängen an einem kleinen Schaufenster, doch ich kann den Inhalt nicht erkennen. Stattdessen blicke ich aus meinen großen grünen Augen auf mich selbst.
„Wer will ich werden?“ fragen mein Spiegelbild und ich gemeinsam, doch keiner weiß die Antwort.
Ich lasse mein Spiegelbild hinter mir, gehe weiter, nachdenklich. Kater Likoli Elli Lionheart Happinessblog ich lass mich nicht beschriften vorurteile Bettshooting Weiß longbob

Sie nehmen sich die Freiheit zu urteilen und zu entscheiden. Über uns. Betiteln uns wer wir sind oder wie wir sein sollen. Aber sind wir deswegen so?
Sie sagen mir, dass ich zu laut bin und dann doch zu leise. Dass ich zu elegant bin und zu sportlich. Sie sagen ich bin zu freizügig und zu verschlossen. Ich trage zu oft hohe Schuhe, trage zu oft flache Sneakers, bin zu oft weg und zu oft nicht dabei. Ich poste zu häufig, zeige zu viel und sage dann doch zu wenig. Aber ich nehme mir die Freiheit zu sagen: ich passe in keine Kategorie, in keine Schublade. Auch wenn es so für die anderen viel einfacher und bequemer wäre. Aber ich lass mich nicht beschriften, jedenfalls nicht von anderen.

Ich tanze Ballett, aber höre Metal-Musik, trage gerne Nieten auf meiner Jacke, aber gerne auch mal ein Blümchenkleid. Manchmal rosa-glitzer Cardigans, manchmal alles schwarz. Sie sagen, ich muss mich entscheiden. Entweder, oder. Was, wenn ich das nicht will, wenn ich einfach alles will? Ohne Vorurteile.

Ich arbeite kreativ, bunt, unorganisiert und manchmal einfach und völlig strukturiert. Mich festlegen? Will ich nicht, kann ich nicht. Muss ich das?
Denn ich möchte Chancen ergreifen, Leidenschaften erwecken, alles probieren und mich immer mehr entdecken. Ich will motivieren, inspirieren, ermutigen, beflügeln, leben. Heute möchte ich Autorin sein, morgen Redakteurin. Fotografin werden oder vielleicht…vielleicht lieber Moderatorin? Ständig unterwegs sein, selbst entscheiden, frei sein, glücklich sein. Vielleicht das alles sein oder auch nichts.

Wieder höre ich ihre Worte in meinen Ohren, als sie beginnen zu urteilen. Sie nennen es Leichtsinn, ich Abenteuer und Leben. Mein Leben, meine Geschichte und den Stift dafür halte ich selbst in der Hand. Denn ich lass mich nicht beschriften, ich schreibe meine eigene Geschichte. Völlig frei und ohne Urteil. Vielleicht auch jeden Tag neu. Kater Likoli Elli Lionheart Happinessblog ich lass mich nicht beschriften vorurteile Bettshooting Weiß longbob Kater Likoli Elli Lionheart Happinessblog ich lass mich nicht beschriften vorurteile Bettshooting Weiß longbob Kater Likoli Elli Lionheart Happinessblog ich lass mich nicht beschriften vorurteile Bettshooting Weiß longbob

Vor meinen Augen wird die Stadt wieder klarer und mit einem Lächeln im Gesicht entdecke in den roten Sonnenaufgang am Himmel. Ein schöner Morgen und ein Anfang von etwas neuem und unbekannten.
Ich weiß nicht was passieren wird und was die Zukunft bringt, aber ich weiß ich werde glücklich sein. Denn an wenn ich soll ich sonst glauben, wenn nicht an mich und mein Leben? Kater Likoli Elli Lionheart Happinessblog ich lass mich nicht beschriften vorurteile Bettshooting Weiß longbobDanke an Kater Likoli für das schöne T-shirt.
P.S.: Zur Zeit probiere ich gerne neue Sahcen aus, was sagt ihr daher zu diesem ungewöhlichen Text?
xo eure Elli

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6 Comments

  • Reply Lisa Mary 27. November 2016 at 20:42

    Ein wirklich schöner Text. Du solltest öfter solche Posts schreiben. 🙂

    Liebe Grüße,
    Lisa

    • Reply Elisa P. 27. November 2016 at 21:43

      Danke dir Lisa 🙂

  • Reply Anna 29. November 2016 at 18:49

    Der Text vom Shirt ist wirklich super cool, gefällt mir richtig gut 🙂

    Liebe Grüße, Anna
    von https://whenanna.com/

    • Reply Elisa P. 29. November 2016 at 19:24

      Danke dir, mir gefällt es auch echt gut!

  • Reply Hanna 29. November 2016 at 20:06

    Toller Text, in dem ich mich sehr gut wiederfinden kann. Auch kenne das „Problem“ sich nicht festlegen zu können oder es auch gar nicht zu wollen. Je nachdem, wen man trifft, macht man oft einen völlig unterschiedlichen Eindruck. Einfach weil das Tagesform abhängig ist. Weil man sich am einen Tag anders fühlt als am nächsten. Du hast das sehr schön zusammengefasst. 🙂

    Liebe Grüße,

    Hanna

    • Reply Elisa P. 7. Januar 2017 at 14:27

      Hallo Hannah,
      danke für dne total lieben Worte! Freut mich, dass der Text so gut ankommt bei dir 🙂

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